Insgesammt schließe ich mich den den Rezensionen der Zeit und der taz an: perlentaucher.de/buch/alexande

--> Keine Empfehlung

Fast könnte man dem Autor vorwerfen, dass er einem alles schlecht reden will. Aber vielleicht sollte ich erst das Buch fertig lesen.

Störend empfinde ich auch die Loblieder auf die Globalisierung und eine Gesellschaft, die alles als selbstverständlich erachtet. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass unsere Weltwirtschaft nicht nachhaltig ist und kleine Ereignisse große Auswirkungen haben können. Würde man zB bei einem Ausfall der Kommunikationsnetze die Weltbevölkerung noch ernähren können? So war z.B. die ausgeklügelte Wasserversorgung der Mayas gleichzeitig ihr Untergang. sciencealert.com/poor-water-ma

Beispiel:
Effizienz, wie viel Energie verbraucht ein Diesel/E-Auto pro 100km?
Konsistenz: Lassen sich die Rohstoffe zum Herstellen und zum Bewegen "nachhaltig" herstellen?
Suffizienz: Wie viel Autos brauchen wir wirklich?

Ein Kühlhaus könnte man zur Not mit Windenergie betreiben. Mit dem Apfel über die Weltmeere zu segeln, ist wahrscheinlich wesentlich aufwendiger (siehe gesegelter Kaffee).
Wenn man es wirklich genau machen will, sollte man 3 Aspekte genauer betrachten: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz (Vgl. Niko Paech).

"Butter hat einen schlechteren CO2 Ausstoß pro Kg als Rindfleisch" - Ja, aber umgerechnet auf CO2 pro kcal sieht das ganze wieder anders aus. Und wer isst denn schon 200g panierte Butter? social.wiuwiu.de/web/statuses/
Was verbraucht mehr endliche Ressourcen und Fläche? Was ist wirklich nachhaltig, welches noch in Generationen funktionieren könnte, auch wenn zB Erdölreserven schwinden? Würde man sich dann noch ein Apfel aus Chile kaufen?

Buchrezension "Ökofimmel: Wie wir versuchen, die Welt zu retten - und was wir damit anrichten" (Alexander Neubacher, 2013)

1/5 Sterne

Zusammenfassung: Von allem ein bisschen, aber nichts zu Ende gedacht.

Details:
Ist mir jetzt nichts falsches in dem Buch aufgefallen, aber sich rein auf das CO2 zu beschränken erzeugt ein verzerrtes Bild.
Zum Beispiel:...

Preiswerte vegane Alternative zu Butter entdeckt:
Naturli Veganes Streichfett Bio (ohne Palmöl) 0,9 €/100g, 670 kcal -> 1,35 € / 1000 kcal

@velocitea Vielen Dank für den Hinweis! Bei dem Tofu war das Komma an der falschen Stelle, das habe ich nun korrigiert :)

Zugabe:
1.3 € pro 1000 kcal - Butter (aus Deutschland), (3,2 kg CO2 - 0,1 kg - 10 €/kg)
26 € pro 1000 kcal - Rinderhüftsteak- 1000 kcal (10,9 kg CO2 - 0,8 kg - 36 €/kg) (aus Deutschland/Österreich)
3.5 € pro 1000 kcal - Käse (2,3 kg CO2 - 0,3 kg - 12,6 €/kg) (aus österreichischer Heumilch
3.5 € pro 1000 kcal - Sonnenblumenöl l (0,2 kg CO2 - 0,1 kg - 2,9 €/l) (aus Europa)
5,7 € pro 1000 kcal - Äpfel - 1000 kcal (0,9 kg CO2 - 1,9 kg - 3 €/kg) (aus Deutschland)

3/3 Netzfund Kommentar:

Was ist, wenn die Tiefkühlpommes mit Ökostrom bedient werden und mit elektrifizierten Zügen transportiert werden?
Eine Kuh wirst du dagegen nicht mit Strom satt bekommen. Wasser und Agrarfläche sind doch eine nicht weniger wichtiger Ressource als Erdöl. Aus Agrarfläche kann man Öl machen aber nicht umgekehrt!

Kalorienangaben:
fddb.info

Bezgl. Rapsöl, basierend aber auf anderen Daten: watson.ch/Wissen/Food/22820551

2/3 Netzfund Kommentar:

Selbe Datengrundlage anders dargestellt:
3,2 kg CO2 - 0,1 kg Butter - 1000 kcal
10,9 kg CO2 - 0,8 kg Rindfleisch - 1000 kcal
2,3 kg CO2 - 0,3 kg Käse - 1000 kcal
0,2 kg CO2 - 0,1 kg Sonnenblumenöl - 1000 kcal (siehe unten)
0,9 kg CO2 - 1,9 kg Äpfel - 1000 kcal

1/3 Netzfund Kommentar:

oekotest.de/essen-trinken/Rind

Laut diesem Artikel:
23,8 kg CO2 - 1 kg Butter - 7410 kcal
13,2 kg CO2 - 1 kg Rindfleisch - 1210 kcal
8,5 kg CO2 - 1 kg Käse - 3640 kcal
1,9 kg CO2 - 1 kg Sonnenblumenöl - 8840 kcal (siehe unten)
0,5 kg CO2 -1 kg Apfel - 540 kcal

Die scheinbar böse Butter - aber ich esse doch kein Pfund Butter, wie ich es beim Rind könnte oder noch leichter den den Äpfeln!?

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